Trainingswirksame Reize in der Physiotherapie: Die „Ugly Zone“ als Zielbereich wirksamer BelastungssteuerungIn diesem Blogpost erfährst du alles über die „Ugly Zone“ in der Physiotherapie – den Bereich, den viele meiden, aber der entscheidend für deine Fortschritte ist. Wir zeigen dir, wie du trainingswirksame Reize individuell gestalten kannst, die zwar herausfordernd, aber sicher und kontrollierbar sind. Lass uns gemeinsam entdecken, wie du in diesem Bereich richtig durchstarten kannst!
Herausgegeben von Michael Habdank - 18 Aug 2026
Bewegung bei Myasthenia Gravis: Unser NEKU Beitrag zum 5. Dialog ist da!Der Beitrag entstand im Rahmen des Formats „Dialog“ von Leben mit Myasthenia Gravis (MG) und beschäftigt sich mit einer Frage, die viele Betroffene beschäftigt:
Wie viel Bewegung ist sinnvoll – und wo beginnt Überforderung?
Im Vortrag geht es nicht um starre Trainingspläne oder unrealistische Leistungsziele, sondern um einen modernen, alltagsnahen Blick auf Bewegung bei MG.
Herausgegeben von Andreas Schedl - 18 Aug 2026
Vom Zufallsbefund zur Diagnose: Was bedeuten RIS und KIS?Der Beitrag „Vom Zufallsbefund zur Diagnose: Was bedeuten RIS und KIS?“ erklärt zwei frühe Stadien der Multiplen Sklerose (MS): das Radiologisch isolierte Syndrom (RIS) und das Klinisch isolierte Syndrom (KIS).
RIS beschreibt MRT-Befunde, die typisch für MS sind, obwohl noch keine Symptome bestehen. Etwa die Hälfte der Betroffenen entwickelt innerhalb von zehn Jahren erste klinische Anzeichen. Studien zeigen, dass bestimmte Risikofaktoren – etwa junges Alter, Liquorveränderungen oder kontrastmittelaufnehmende Läsionen – das Fortschreiten begünstigen. Eine medikamentöse Therapie wird derzeit nicht empfohlen; regelmäßige MRT-Kontrollen gelten als Standard.
KIS bezeichnet ein einmaliges neurologisches Ereignis, das durch eine Entzündung im zentralen Nervensystem ausgelöst wird. Es kann ein Vorstadium der MS sein, muss aber nicht zwangsläufig in eine chronische Erkrankung übergehen. Die Diagnose stützt sich auf die McDonald-Kriterien, MRT-Bildgebung und Liquoranalysen.
Der Artikel verdeutlicht, wie moderne Bildgebung und klinische Kriterien helfen, zwischen Zufallsbefund und tatsächlicher MS-Diagnose zu unterscheiden – und warum ein abwartendes Vorgehen oft medizinisch sinnvoll ist.
Herausgegeben von Janna Materna - 03 Aug 2026
Übungen im Vierfüßlerstand bei Multipler SkleroseDer Vierfüßlerstand ist eine sichere, vielseitige und therapeutisch sehr wertvolle Ausgangsposition in der neurologischen Rehabilitation. Besonders bei Multipler Sklerose, aber auch bei anderen neurologischen Erkrankungen, können in dieser Position Rumpfstabilität, Gleichgewicht, Koordination und Kraft gezielt trainiert werden. Gleichzeitig unterstützt die aktive Stützposition die Tonusregulation, da der Körper kontrolliert gegen die Schwerkraft arbeitet und die Belastung durch die große Stützfläche gut dosierbar bleibt.
Für Patientinnen und Patienten bietet der Vierfüßlerstand häufig ein hohes Maß an Sicherheit. Durch die große Kontaktfläche ist das Sturzrisiko deutlich reduziert, wodurch Bewegungen angstfreier ausprobiert werden können. Über Stützaktivität, Gewichtsverlagerungen und geschlossene Muskelketten wird der gesamte Körper funktionell aktiviert. Gleichzeitig werden wichtige neuronale Verschaltungen angeregt, die für Haltungskontrolle, Aufrichtung und Fortbewegung bedeutsam sind.
Herausgegeben von Nadja Kanwischer-Hein - 19 Jul 2026
Hemiplegische Schulterschmerzen nach Schlaganfall: narrative Übersichtsarbeit zu Epidemiologie, Mechanismen, Diagnostik und TherapieHemiplegische Schulterschmerzen (HSS) zählen zu den häufigsten und klinisch folgenreichsten Komplikationen nach Schlaganfall. Sie sind mit Beeinträchtigungen von Schlaf, Aktivität, Partizipation und Rehabilitationsverlauf assoziiert und gehen häufig mit ungünstigeren funktionellen Ergebnissen der oberen Extremität einher. HSS sind kein homogenes Krankheitsbild, sondern ein multifaktorielles Syndrom, in dem biomechanische, neuromuskuläre, nozizeptive und neuropathische Mechanismen in unterschiedlicher Gewichtung zusammenwirken. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines strukturierten, interdisziplinären und mechanismenorientierten Vorgehens in Prävention, Diagnostik und Therapie.
Der vorliegende Beitrag synthetisiert den aktuellen Kenntnisstand zu HSS auf Grundlage jüngerer Leitlinien, systematischer Reviews und neuerer Primärstudien. Im Fokus stehen Epidemiologie, Risikofaktoren, Differenzialdiagnostik, kinematische und neuromuskuläre Zusammenhänge, therapeutische Optionen sowie klinisch relevante Schlussfolgerungen für ein evidenzbasiertes Management.
Herausgegeben von Jacques van der Meer - 14 Jul 2026
Endometriose, Nervensystem und Osteoporose präventiv, mehr als Unterleibschmerz!!In diesem Blogbeitrag geht's um Endometriose und wie die damit verbundenen chronischen Schmerzen weit über den Unterleibsschmerz hinausgehen. Wir schauen uns an, wie diese Schmerzen das Nervensystem beeinflussen und welche Rolle sie bei der Entstehung von Osteoporose spielen können. Lass uns gemeinsam herausfinden, warum es so wichtig ist, diese Zusammenhänge zu verstehen!
Herausgegeben von Bianka Malick - 10 Jul 2026
Neurovisuelle Defizite bei neurologischen SchädigungenIn diesem Blogpost werfen wir einen Blick auf visuelle Wahrnehmungsstörungen, die oft nach neurologischen Schädigungen auftreten. Wusstest du, dass bis zu 60 % der Betroffenen damit kämpfen? Wir sprechen darüber, wie diese Defizite das tägliche Leben beeinflussen – vom Lesen über die Orientierung bis hin zur Sicherheit im Alltag. Lass uns gemeinsam mehr darüber erfahren!
Herausgegeben von Barbara Hofberger - 07 Jul 2026
Parkinson-Therapie nach Hoehn & Yahr: Warum das Krankheitsstadium die Therapieziele verändern mussIn diesem Blogpost werfen wir einen Blick auf die Hoehn-und-Yahr-Skala und wie sie uns hilft, die Therapieziele bei Parkinson anzupassen. Wir zeigen, warum es wichtig ist, das Krankheitsstadium zu berücksichtigen und wie eine aktivierende Therapie in den frühen Stadien ganz anders aussehen sollte. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie wir die Behandlung effektiver gestalten können!
Herausgegeben von Andreas Schedl - 29 Jun 2026
Warum Therapie weit über Muskeltraining hinausgeht – mit praktischen Beispielen.Bewegung ist nicht nur Muskelarbeit. Damit ein Mensch sicher aufsteht, geht, dreht oder auf Hindernisse reagiert, braucht er Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Planung und Anpassung. Funktionelle Bewegung entsteht also aus dem Zusammenspiel von Kognition, sensorischer Verarbeitung und motorischer Ausführung.
Herausgegeben von Andreas Schedl - 21 Mai 2026
"MS, GBS und CIDP: Der große Vergleich – Was du 2026 wissen solltest!"Multiple Sklerose (MS), das Guillain‑Barré‑Syndrom (GBS) und die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP) gehören zu den bedeutendsten autoimmunen, demyelinisierenden Erkrankungen des Nervensystems. Trotz unterschiedlicher anatomischer Lokalisationen teilen sie zentrale pathophysiologische Mechanismen, insbesondere die immunvermittelte Schädigung von Myelin.¹⁻³
Dieses Kapitel bietet einen umfassenden, wissenschaftlich fundierten Überblick über Pathophysiologie, Ursachen, klinische Präsentation, Diagnostik, Therapie und Prognose.
Herausgegeben von Jacques van der Meer - 08 Mai 2026
Anti-Nogo-A die Neurorehabilitation verändern könnteNogo‑A bremst die Plastizität des Gehirns. Neue Anti‑Nogo‑A‑Therapien könnten die Neurorehabilitation revolutionieren – besonders in Kombination mit Therapie
Herausgegeben von Jacques van der Meer - 27 Apr 2026
Dualtask-Training: Warum Bewegung und Denken gemeinsam stärker machenDualtask‑Training – also das gleichzeitige Ausführen einer motorischen und einer kognitiven Aufgabe – nutzt genau diese Verbindung. Ob beim Gehen Rechenaufgaben lösen, beim Balancieren Farben benennen oder beim Krafttraining Gedächtnisaufgaben integrieren: Dualtask‑Training fordert das Gehirn auf mehreren Ebenen gleichzeitig heraus.
Herausgegeben von Jacques van der Meer - 19 Apr 2026
Fazilitation in das Bobath Konzept, historische Übersicht, Patient Bespielen, welchen Unterricht hattest du?Historische Linie in Kurzform
und im Anschluss 2 Beispielen - Sit‑to‑Stand nach Schlaganfall (Erwachsene) und Aufrichtung/Stand bei einem Kind mit CP:
Herausgegeben von Jacques van der Meer - 08 Apr 2026
Lateropulsion/Pusher nach Schlaganfall – Eine neue klinische RoadmapDie spannende Review von Babyar et al. (2026, Clinical Rehabilitation) hat sich zum Ziel gesetzt, das faszinierende Phänomen der Lateropulsion systematisch zu durchdringen und daraus eine klare klinische Entscheidungsstruktur zu entwickeln. Im Mittelpunkt stand die fesselnde Frage: „Welche Mechanismen stecken hinter der Lateropulsion – und wie können Therapien gezielt darauf abgestimmt werden?“
Herausgegeben von Andreas Schedl - 28 Feb 2026
Die StanduhrDie Übung zielt darauf ab, Gleichgewichtstraining mit dynamischen, gezielten Bewegungen der oberen Extremitäten zu verbinden. Sowohl die Ausgangs- als auch die Aufgabenstellung lassen sich, wie weiter unten erläutert, flexibel anpassen.
Herausgegeben von Andreas Schedl - 07 Feb 2026
Gliazellen - KurzüberblickGliazellen sind nicht-neuronale Zellen im zentralen (ZNS) und peripheren Nervensystem (PNS). Ursprünglich als „Klebstoff“ des Nervensystems betrachtet, weiß man heute, dass sie weit mehr Aufgaben übernehmen: Sie unterstützen Neuronen strukturell, regulieren die neuronale Aktivität, erhalten das Gleichgewicht im Gehirn, fördern die Informationsverarbeitung und schützen Neuronen vor Schäden.
Herausgegeben von Jacques van der Meer - 10 Dez 2025
Ataxie - Rumpftraining und Multitask im AlltagssettingWer mit ataktischen Patienten arbeitet, kennt die therapeutische Herausforderung. Koordinationsstörungen, Standunsicherheit und eingeschränkte Zielmotorik erschweren nicht nur den Alltag unserer Patienten, sie verlangen uns auch viel Kreativität und individuelle Zielsetzung und deren Umsetzung ab, um möglichst nahe an den Alltagszielen der Patienten zu arbeiten.
Gerade im Stand zeigt sich, wie entscheidend eine gute Rumpfstabilisation für jede Form von Gleichgewicht, Orientierung und zielgerichteter Bewegung ist. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass der Rumpf bei Ataxie deutlich verzögert, überschießend oder unzureichend stabilisierend reagiert. Das führt zu vergrößertem Body Sway, erhöhtem Korrekturbedarf und inadäquaten Nutzung von posturaler Strategien.
Besonders bei Alltagszielen mit Reich und Greifbewegungen, wie das Heben von Gegenständen, Aufräumen von z.B. einer Geschirrspülmaschine oder der Einkäufe können die Patienten vor eine Herausforderung stellen. Die aktive Rumpfkontrolle im Stand mit Dual-Task-Elementen und funktioneller Reich- und Greifmotorik in der Therapie zu kombinieren, kann hier ein Nützliches Setting sein, um genau das mit den Patienten zu üben.
In diesem Artikel bekommst du praxiserprobte Übungen, die du selbst direkt umsetzen kannst.
Herausgegeben von Andreas Schedl - 28 Nov 2025